2005: Zurück in die Zukunft - Obersdorf III

In diesem Jahr feiern die Gletscherboys die 10. Tour in den Gebirgen dieser Welt. Deshalb stand auch das ganze Unternehmen im Zeichen des großen Jubiläums. Als so genanntes Revival hat unser Chef Willi deshalb eine Wanderung in Oberstdorf geplant. Genauso wie vor 10 Jahren, als alles begann.



[zu den schönsten Bildern]

Hier der genaue Routenverlauf:

Um 5.30Uhr war Treffpunkt am Radhausplatz in Zunswier und da man dies ja schon neun Mal geübt hat, waren auch alle pünktlich. Potentielle Verschläfer wurden per Handy vorsichtshalber schon mal geweckt. Am Start ab Zunswier waren Willi (der Chef), Christian, Jochen, Markus und Frank. Die Fahrt ging dann in Richtung Stuttgart, wo die Exil-Badner noch abgeholt werden sollten. Es waren tatsächlich auch schon alle (Alex, Volker und Andi) wach bei Volker zu Hause. Zum Jubiläum gab es dann so kurz nach 7h erst mal ein paar Weiswürste mit süßem Senf und Brezeln. Hefeweizen wurde vorsichtshalber nicht ausgeschenkt, da das eh nicht alle vertragen. Kaum die ersten zwei Würste verschlungen, gab Andi bekannt, dass er krank ist und deshalb nicht mitgehen wird. Nach kurzem Schweigen haben wir die schmerzliche Situation so hingenommen und sind halt ohne unseren DJ Andi dahin gezogen. Voll beladen ging's dann nach Oberstdorf auf den Parkplatz der Fellhornbahn. Nach allgemeinem Aufsatteln wanderten wir zur ersten Tränke, dem Restaurant am Fuße der Fellhornbahn, um mal kurz 'eins zu installieren'. Es läuft sich halt einfach besser!

Von nun an ging's dann bergauf. Nach ca. 1.5h bot sich die geniale Gelegenheit mal bei strahlendem Sonnenschein Vesper zu machen. Frisch gestärkt waren noch weitere 3h zu absolvieren. Dabei mussten wir kurz vor dem Fiderepass ordentlich auf die Zähne beißen, da es teilweise mächtig steil war. So um 16h hatten wir es dann geschafft und schweißgebadet die Fiderrepass-Hütte erreicht. Die ersten Radler waren somit verdient. Das Personal der vollbepackten Hütte erwies sich als äußerst tüchtig, sodass wir an dem Abend keinen Hunger und Durst leiden mussten. Das Abendessen im speziell für uns freigemachten Separee war absolut perfekt und auch das Dessert (selbst gemachter Apfelstrudel) war ein Genuss. Eine kleine Feierstunde in der unserem Chef Willi ein Wanderweinkühler überreicht bekam, rundete den Abend ab. Zwischendurch sind auch immer wieder die peruanischen Hochlandmusikanten mit Panflöte, Trommel und Gesang aufgetreten. Abends gab es dann immer mal wieder etwas Regen, sodass wir schon mit dem schlimmsten für den nächsten Tag rechneten.

Nach einer relativ ruhigen Nacht war der Himmel am nächsten Morgen mit dicken Wolken behangen. Wir sind dann auch gleich los, um noch bei halbwegs gutem Wetter zur nächsten Hütte zu kommen. Der erste Anstieg von der Fiderepass-Hütte über den Gipfel am Mindelheimer Klettersteig vorbei hatte es in sich. Der Nebel wurde dann auch immer dicker, sodass wir mehr oder weniger im Blindflug durch die Nebelschwaden zur Mindelheimer Hütte marschiert sind. Wegen dem hohen Tempo sind wir dort auch schon so um halb zwölf angekommen. Es war eigentlich schon klar, dass an diesem Tag nicht mehr viel geht und so haben wir uns den Tag mit Kartenspielen, Gesprächen, Mittagsschlaf usw. vertrieben. Auch an diesem Tag konnten wir uns über das Essen und Trinken nicht beschweren. Die Stimmung hat auch schon relativ früh am Abend einen guten Pegel erreicht. Einige, noch nicht verheiratete Gletscherboys, wurden an diesem Abend sehr unruhig, da sich auf der gleichen Hütte an einem Tisch, der nicht unweit von unserem entfern war, einige Damen im heiratsfähigen Alter befanden. Diese haben auch recht tief ins Glas geschaut und wurden zunehmend lustiger. An dieser Stelle möchte der Autor keine weiteren Details nennen, da die Gletscherboys eher verschwiegene Personen sind. Ich kann für die Gletschergirls nur soviel sagen:" keine Angst, s'isch nix bassiert!".

Nachdem der schwere Kopf am Sonntagmorgen aus dem Bett gehievt war, ging's zum Frühstück und danach weiter talwärts. Nach ständigen Auf und Ab und dem Durchqueren von einigen vollbeladenen Kuhweiden ging es extrem steil bergab. So gegen 14h waren wir dann im Tal angekommen und es war mal wieder höchste Zeit "eins zu installieren". Nachdem dies geschafft war, hatten wir noch ca. Eine halbe Stunde vor uns bis zur Fellhornbahn. Nach dem Jubiläumssekt haben wir uns von Jochen, Markus u. Christian verabschieden. Diese mussten nämlich am Montag arbeiten u. Chef Willi, Alex, Volker u. Frank haben sich noch einen schönen Tag in einem Wellnesshotel im Kleinwalsertal gegönnt. Der Nachmittag war geprägt von extremem abchillen im Schwimmbad, in der Sauna und auf dem Liegestuhl mit Bergblick. Abends erwartete uns dann noch ein 4-Gänge-Menü, das ebenfalls ausgezeichnet war. Irgendwann kurz vor Mitternacht ging's dann ins Bett, da das mittägliche Rumhängen doch relativ anstrengend war.



Am nächsten Morgen waren die Gletscherboys noch mal eine Runde Schwimmen, bevor sie sich am Frühstücksbuffet den Ranzen noch mal vollgeschlagen haben.

Die Heimfahrt war problemlos ohne größere Staus, sodass wir am Montag wieder rechtzeitig bei den Muttis zu Hause waren.

An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an das Tour-Management, das wieder alles perfekt organisiert hat!

DANKE WILLI!!!!