2004: Vier Tage im schönen Schwarzwald (Mittelweg)

Wir waren 4 Tage lang auf einem der schönsten Teilstücke des Mittelweg im Scharzwald. Von Freudenstadt über St. Georgen bis Neustadt.

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Hier der genaue Routenverlauf:

1. Tag: Freudenstadt - Oberer Zwieselberg 6.0 km - Schmiedsberger Platz 14.0 km - Emilshütte 18.5 km - Schiltach 29.9 km
Am Donnerstagmorgen trafen sich, die Meisten von uns, um viertel Sieben an der Bushaltestelle in Zunsweier. Von da ab ging es mit der "S6" Richtung Offenburg Hauptbahnhof.
Am ZOB angekommen stieß dann noch Markus aus Z.-W. bei O. zu unserer illusteren Truppe dazu. Von hier ging es nun gemeinsam kurz nach 7h, mit dem Zug, über Hausach wo wir in einen kleinen, schnuckeligen RE umsteigen mussten, weiter an unseren Anfangsort der Tour, nach FDS.
Gestärkt nach einem "grandiosen" Kaffee im Bahnhofsimbiss ging es nun endlich los. Die Truppe war schon richtig heiß und hungrig auf den wunderschönen, sagenumwobenen Black Forest. Ein langer Tag mit 29km lag nun vor uns.
Die Sonne brannte, doch entlang von herrlichen Waldwegen, auf den Höhen des Nordschwarzwaldes, war es Anfangs doch recht erträglich.
Die Strecke führte über den Zwieselberg, Schmiedsbergerplatz, wo wir unserer MP machten, zur Emilshütte, Salzecke, Teisenkopf, Kuhbergsattel nach Schiltach, zu unsrem Etappenziel. Je näher wir dem Tagesziel kamen, desto mehr brannte die Sonne über unseren Köpfen und der Durst nach einer kühlen Erfrischung wurde immer größer.
Unser starkes Flehen wurde kurz vor dem Abstieg nach Schiltach, an einem Bauernhof, erhöht. Eine kühle Erfrischung in Form von "braunen Karaffen" wurde uns kredenzt. Das war wie ein leichter Sommerregen für unsere Kehlen. Wieder mit frisch gefüllten Getränkewassertanks konnten wir nun doch noch den Abstieg ins Kinzigtal antreten. Wo uns eigentlich schon Andi und eigentlich auch die Wirtin des "Gasthauses Traube" freudig erwarteten. Nachdem wir uns Alle von der Qualität der Produkte, des hiesigen Badarmaturenausstatters überzeugt hatten, konnten wir in einer der schnuckeligen Altstadt ein nettes, lauschiges Lokal ausfindig machen, wo wir unser wohlverdientes Abendessen einnehmen konnten.

2.Tag: Schiltach - Heuwies 5.0 km - Fohrenbühl, Wanderheim 10.0 km - Fohrenbühl, Dorf 11.0 km - Windkapf 19.5 km - Staude 24.5 km - St. Georgen 31.5 km
Der nächste Morgen stand unter keinem guten Stern.
Zuerst zog sich die Ankunft von Jochen noch einen Tag länger hin und als nächstes kam der Paukenschlag von Christian und Volker, dass sie heute, aus "Blasengründen", nicht mehr mit uns wandern konnten.
Nachdem sich der leichte Schock nach dem Frühstück gelegt hatte, zog Willi 2 Trümpfe aus dem Ärmel, die bei dem Sommerwetter verdammt kurz waren. Als erstes, hatte er ein Sammeltaxi organisiert, um den ersten großen, steilen Aufstieg zu bezwingen und als Zweitens hatte er einen kleinen Überraschungsumtrunk auf dem Fohrenbühl vorbereitet. Angesichts dieser Aussichten konnten die Zwei sich nochmals aufraffen die ersten Kilometer des Tages noch mit zuwandern.
Wie schon erwähnt erwartete uns auf dem Fohrenbühlparkplatz ein kleiner Umtrunk, von einem wohlwollenden Gönner, aus Lauterbach oder war es Heinerbach?
Nachdem sich die "Biergitt" gut in unsere Truppe eingefügt hatte, kam doch leider wieder der Aufbruch zum weiterlaufen. Nach kurzen Verhandlung zeigten sich nun der Cateringservice spontan bereit die beiden "Fußlahmen" zum Endziel der heutigen Etappe voraus zu fahren.
Die dezimierte Gruppe, von 5 Gletscherboys, wanderte nun weiter, bei weiterhin, herrlichem Sommerwetter, entlang der früheren Staatsgrenze von Württemberg und Baden, auf den Höhen des mittleren Schwarzwaldes. Unzählige Windräder, Kuhweiden und Heidelbeerfeldern, zäunten ihren Weg. Trotz der großen Anstrengungen des Tages kam der Flüssigkeitshaushalt nicht zu kurz -> Gasthaus "Deutscher Jäger" auf dem Windkapf. ;-)
Obwohl es die 31km in sich hatten, hatten einige von uns noch die Power, auf dem "Trimm dich Pfad", kurz vor St. Georgen, noch einige Übungen zu machen. In der luxuriösen Pension "Stadt Frankfurt" erwarteten, uns schon voller Freude, die beiden "Vorausgeeilten". Am Ende der Etappe gab es auch wiederum ein Paukenschlag.
Am Abend stiegen auch Alex und Markus aus der diesjährigen Tour aus.

3.Tag: St. Georgen - Kesselberg 7.5 km - Stöcklewaldturm (Wanderheim) 9.0 km - Furtwangen 17.0 km - Kalte Herberge 24.0 km
Nun folgte der 3. Tag und wir waren Passenderweise auch zu Dritt.
Langsam war es wie bei den 10 kleinen Negerlein. Tag für Tag Verluste bzw. Ausfälle.
Wer ist der Nächste, wer will oder kann überhaupt noch? Fragen über Fragen...
Die letzten 3 Mohikaner bekamen dann noch Verstärkung doch Jochen. Der sich extra noch aus der Schweiz "einfliegen" lies. So hieß es am Bahnhof fliegender Wechsel.
Jochen kam und Christian, Volki, Alex und Markus genossen die Fahrt mit der Schwarzwaldbahn.. Das "neu formierte Team" fand aber in Kürze recht gut zueinander und harmonierte die restlich 2 Tage hervorragend! Ab heute wurden die Teiletappen kürzer (24km) aber dafür gab es mehr Höhenmeter.
Die Strecke führte über die Schillertanne, Kesselberg zum Stöcklewaldturm. Hier gab es dann auch die erste größere Rast mit einer Getränkepause. Anschließend ging's dann weiter über Fürsatz, in die Uhrenstadt Furtwangen. Wo rein zufällig die örtliche VOBA ihr "Hoffest" mit einem "Tag der offenen Tür" feierte. Bei Blasmusik, frisches Bier und div. Grillvariationen, gesponsert durch unsere Heimfahrer, konnte uns auch der noch bevorstehende letzte Aufstieg zum Gasthof "Kalten Herberge" unserem heutigen Etappenziel, nichts mehr anhaben.
Gut angekommen im Gasthaus, an der B500, ging es grad weiter. Wie es sich tagsüber schon so gut gezeigt bzw. bewärt hat. Nach jeder Anstrengung sollst Du dich und deinem Körper belohnen.
Bei einem hervorragenden Abendessen wurde nochmals der Tag revue passieren gelassen.

4.Tag: Kalte Herberge - Hochberg 3.5 km - Hochebene 9.0km - Neustadt 17.0 km
Am Morgen des 4. Tages stand nun nur noch "17km" über den Hochberg, Margrutt, Ferdinandshöhe, Klein-Eisenbächle, Wiedenkreuz nach Neustadt beim Tittisaee auf dem Programm.
Die Wege führten über wunderschönen Höhen, mit teilweisen tollen Aussichten, des "südlichen Schwarzwaldes", in der Nähe des Feldberges.
Nachdem wir früher als erwartet, in Neustadt eintrafen, nahmen wir dankend die Gelegenheit war, beim Pfarrfest der hiesigen kath. Gemeinde, auf unsere Tour anzustoßen. Da es auch heute wieder ein herrlicher Sommertag war, blieb es natürlich nicht nur bei einem Bier.
Bei schönem Ambiente verging die Wartezeit wie im Flug und die Heimfahrt mit dem Panoramazug über Freiburg nach Offenburg war dann noch der krönende Abschluss.