2002: vier Tage im schönen Wallis - Rund um Leukerbad

In diesem Jahr wurde zum ersten Mal eine 4-Tages-Tour in Angriff genommen. Es ging wie immer in Zunsweier am Rathausplatz um 5.00h MEZ los. Fahrer waren die bewährten Diesel-Piloten Willi (Wanderführer) und Jochen (Digi-Man). Mit am Start waren in diesem Jahr: Jochen, Christian, Jürgen, Markus, Andi, Volker, Michael und Franky. Alex hatte am Tag der Abfahrt noch eine Klausur und konnte deshalb nicht dabei sein.



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Hier der genaue Routenverlauf:

Dann ging es wie immer am ersten Tag mächtig bergauf. Erst durch Wälder, dann über Schnee- und Geröllfelder und schließlich zum Tageshöhepunkt auf den Lötschenpaß (2690m). Zwischendurch wurde es unglaublich kalt, sodass die warmen Sachen ausgepackt werden mussten. Auf dem Paß gab es dann erst mal einen heißen Tee, bevor der Abstieg zu der ersten Hütte, der Kummenalp folgte. Während des Abstieges zeigte sich auch immer öfters die Sonne und es wurde auch immer wärmer.

Nach ca. 3h Fahrt waren wir dann auch schon in Kandersteg. Das Wetter war nicht so berauschen, was heißen soll: Wolken, Nieselregen und Null-Sicht. Nach einer abenteuerlichen Fahrt in einem Kleintransporter gelangten wir zu unserem Startpunkt, an dem es immer noch geregnet hat. Nun hieß es Regenkleider anziehen (manche hatten sogar einen Schirm), Rucksack dicht verpacken und auf in den Berg.

Beim ersten Bier, das von einer jungen und auch sehr schüchternen Bedienung serviert wurde, konnte man sich dann sogar schon ein wenig sonnen und auf eine Dusche freuen. Die Freude auf die Dusche hielt dann auch noch den ganzen nächsten Tag an, weil es nämlich auf der Kummenalp gar keine gab. Die Bedienung hat auf unsere Fragen nach den sanitären Anlagen immer nur mit einem Finger auf den Brunnen und die Latrine am Gebirgsbach neben dem Haus gedeutet und verschmitzt gegrinst. Nach einem minimalen Reinigungsritual, einer weiteren Schicht Deo und einem guten Abendessen gings dann ins Bett.

Am Freitag gab es dann Sonne pur. Es ging den ganzen Tag immer bergauf und bergab durch eine zauberhafte Landschaft bis auf den Restipaß (2676m), dem Tageshöhepunkt. Die nächste Station an diesem Tag war dann die Sonnenterrasse der Rinderhütte, von der aus man ein herrliches Panorama genießen konnte. Dann noch der Abstieg auf die Torrentalp (1920m), wo auch unser Nachtquartier war. Unser Wanderführer ist dort schon bestens bekannt, weil er da schon seit vielen Wintern mit Ortenauer Schneehasen sein Unwesen treibt. Auch dort erwartete uns wieder ein grandioses Abendessen (mind. 3 Sterne). Nach ein paar Bier hat sich uns der Wirt namens Walter angenommen und den jungen Kerls mal die ganzen Berge am Horizont erklärt. Die Sicht reichte an diesem Abend bis zum Mont Blanc, der übrigens 4807m hoch ist, und die Schweizer gerne auf ihrer Gemarkung hätten. Auch das Zu- und Abnehmen des Mondes und einige andere Naturschauspiele wurden uns gedeutet. Zur späteren Stunde gab es von Juniorchef noch ein Fläschchen Rotwein aus der Region.

Am nächsten Morgen ging es nach weiteren Späßen mit dem Wirt bergab in Richtung Leukerbad (1402m). Das nächste Tagesziel war der Gemmipaß (2314m). Dafür mußten aber auf recht direktem Wege 900 Höhenmeter bewältigt werden. Die Mehrheit entschied sich für Gondelfahren und zwei Wahnsinnige meinten sie müssen das zu Fuß bewältigen. 900 Höhenmeter in 95min und dann die Belohnung mit einer gigantischen Aussicht auf dem Gemmipaß.

Der Weg führte uns dann an dem Daubensee (2206m) entlang in Richtung Rote Chumme (2623m)zum Engstligengrat. Dafür mußten nochmal einige brutale Steigungen überwunden werden, welche auch auf der Wanderkarte nicht zu sehen waren. Das letzte Stück bis zur Engstligenalp (1946m), unserem Übernachtungsquartier, zog sich dann enorm und hat an diesem Tag die letzten Reserven abverlangt. Auch da war das Essen nicht von schlechten Eltern. Ziemlich erschöpft krochen wir auch an diesem Abend bald ins Bettchen.

Am nächsten Morgen, gab es dann Regen. Wir nahmen die Gondel bis zur Talstation und unsere Fahrer holten auch gleich die Autos. Der Rest der Truppe Testete währen dieser Zeit die Regenkleidung nach Adelboden (1348m) unter extremsten Bedingungen. In trockener Kleidung ging es dann Richtung Heimat. Noch ein Abschließendes Essen auf der Autobahnraststätte und schon waren wir wieder in Zunsweier, wo uns strahlender Sonnenschein erwartete.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unseren Wander(ver)führer Willi!! Wie immer war es ein super Erlebnis und wir freuen uns schon auf die nächste Tour im nächsten Jahr!


Text von Frank (Ahab) und die Bilder wie immer von Jochen (Digiman)